Leadgenerierung · 16. Oktober 2026 · 17 Min. Lesezeit

Der LinkedIn-Post: erste Zeilen, Länge und was nach dem Posten passiert

Der LinkedIn-Post: erste Zeilen, Länge und was nach dem Posten passiert

Ein LinkedIn-Post ist schnell geschrieben und schnell veröffentlicht. Genau deshalb entstehen viele Beiträge nebenbei: Sie beginnen mit einer Ankündigung und enden mit einer Aufforderung zum Liken.

Ich habe in 882 Tagen 367 eigene Beiträge veröffentlicht und für Kunden über 2.500 geschrieben. Die ersten sieben Monate kam auf keinen einzigen meiner Beiträge eine Nachricht. Heute kommt jede meiner Kundenanfragen über LinkedIn.

Was ein Post braucht und was nach dem Veröffentlichen passiert, geht dieser Artikel der Reihe nach durch: die ersten Zeilen, die Länge, die Formate, den Schluss und die erste Stunde danach.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein LinkedIn-Post darf laut LinkedIn-Hilfe bis zu 3.000 Zeichen lang sein. Längere Texte gehören in einen LinkedIn-Artikel.
  • Vor "mehr anzeigen" sieht der Leser im Feed nur etwa zwei Zeilen. Dort steht eine Aussage, die ohne Klick verständlich ist, und keine Ankündigung.
  • Die Länge richtet sich nach dem Gedanken. Ein Post mit einer Sache liest sich besser als einer mit drei.
  • Das Format folgt dem Inhalt: Text für einen Gedanken, Bild für einen Beleg, Dokument für einen Ablauf, Video für das, was man zeigen muss.
  • Am Ende steht eine echte Frage, die sich in einem Satz beantworten lässt.
  • In der ersten Stunde nach dem Posten bleibst du erreichbar und beantwortest jeden Kommentar mit einem eigenen Gedanken.
Inhalt

Was ist ein LinkedIn-Post?

Ein LinkedIn-Post ist ein Beitrag im Feed, der aus Text besteht und dazu ein Bild, ein Dokument, ein Video oder eine Umfrage haben kann. Er erscheint zuerst bei den Menschen, die mit dir vernetzt sind oder dir folgen.

Laut der LinkedIn-Hilfe liegt die Grenze bei 3.000 Zeichen (Stand September 2026). Leerzeichen und Absätze zählen mit. Wer mehr schreiben will, nutzt einen LinkedIn-Artikel, das ist ein eigenes Format mit Überschrift, das eher gelesen wird wie ein Blogtext und seltener im Feed auftaucht.

Mit einem Post beginnen auf LinkedIn viele Gespräche. Er ist kurz genug, um im Vorbeiscrollen gelesen zu werden, und lang genug, um eine Sache vollständig zu sagen. Wie LinkedIn entscheidet, wem ein Post angezeigt wird, steht im Artikel zum LinkedIn-Algorithmus. Hier geht es um den Post selbst und um das, was du nach dem Veröffentlichen tust.

Aus welchen Teilen ein guter LinkedIn-Post besteht

Ein guter LinkedIn-Post hat vier Teile: die ersten Zeilen, einen Mittelteil mit genau einer Sache, einen ruhigen Schluss und eine Frage.

Wissen · LinkedInEin LinkedIn-Post hat vier Teile1Erste ZeilenEine Aussage,die ohne Klickverständlich ist.Vor mehr anzeigen2MittelteilEine Sache, miteinem Beispieloder einer Zahl.Ein Gedanke3SchlussEin ruhiger Satz,der die Sachebeim Namen nennt.Ohne Appell4FrageEine Frage, dieman in einem Satzbeantworten kann.Lädt zum Antworten einDie ersten Zeilen entscheiden, ob jemand den Rest überhaupt aufklappt.

Die ersten Zeilen entscheiden, ob jemand den Rest überhaupt aufklappt. Der Mittelteil liefert, was die ersten Zeilen versprochen haben, mit einem Beispiel, einer Zahl oder einer Situation aus deiner Arbeit. Der Schluss nennt die Sache beim Namen, ohne sie aufzublasen. Die Frage gibt dem Leser einen Grund, etwas zu schreiben.

Was diese vier Teile gemeinsam haben: Jeder davon ist für einen anderen Moment gedacht. Die ersten Zeilen sind für alle, die scrollen. Der Mittelteil ist für alle, die aufgeklappt haben. Schluss und Frage sind für alle, die bis unten gelesen haben und jetzt überlegen, ob sie reagieren.

Wer das beim Schreiben im Kopf hat, merkt schnell, wo ein Entwurf hakt. Zwei Stellen sind dafür anfällig: der Anfang, weil dort noch aufgewärmt wird, und das Ende, weil dort noch etwas Großes gesagt werden soll.

Was vor "mehr anzeigen" stehen muss

Vor "mehr anzeigen" muss eine Aussage stehen, die ohne Klick verständlich ist und bei der jemand wissen will, wie es weitergeht.

Wie viele Zeichen genau zu sehen sind, hängt vom Gerät ab, und LinkedIn nennt dazu in der Hilfe keine feste Zahl. Beobachtbar ist, dass im Feed nach etwa zwei Zeilen abgeschnitten wird, je nach Gerät und Zeilenlänge ein paar Wörter früher oder später. Das ist der ganze Platz, den du hast.

Drei Arten von Anfängen funktionieren in diesem Platz gut.

Eine Zahl aus deiner eigenen Arbeit. Etwa so: "Von 134 Eintragungen auf meinen Leadmagneten waren 13 brauchbar." Die Zahl ist konkret, sie gehört dir, und sie wirft eine Frage auf.

Eine Beobachtung, die jemand aus deiner Zielgruppe kennt. Etwa so: "Wer das Angebot mit dem eigenen Lebenslauf beginnt, lässt die Leser bis Seite drei blättern, bevor es um sie geht." Wer selbst Angebote schreibt, fühlt sich angesprochen.

Ein Satz, dem jemand widersprechen möchte. Etwa so: "Eine Vernetzungsanfrage ohne Text ist höflicher als eine mit Angebot." Wer das anders sieht, will wissen, wie es gemeint ist, und liest weiter.

Was vor "mehr anzeigen" nichts bringt, ist die Ankündigung. "Heute möchte ich etwas teilen, das mich lange beschäftigt hat" verbraucht den ganzen Platz und sagt nichts. Genauso wenig bringt eine Begrüßung oder ein Satz über das Wetter.

Die zweite Zeile ergänzt die erste und sagt nicht dasselbe noch einmal. Wenn die erste Zeile eine Zahl nennt, sagt die zweite, warum sie überrascht. Wenn die erste eine Beobachtung ist, sagt die zweite, was daraus folgt. Eine Leerzeile zwischen den beiden hilft auf dem Handy, weil der Text dadurch nicht wie ein Block aussieht.

Wie lang ein LinkedIn-Post sein sollte

Ein LinkedIn-Post sollte so lang sein, wie der eine Gedanke braucht, und die Obergrenze liegt laut LinkedIn-Hilfe bei 3.000 Zeichen.

Es gibt keine Länge, die immer besser läuft. Kurze Beiträge mit drei Sätzen funktionieren, wenn der Gedanke in drei Sätze passt. Lange Beiträge funktionieren, wenn jeder Absatz etwas Neues bringt. Was schlecht funktioniert, ist Länge ohne Grund: Wer in der Mitte abbricht, liest das Ende nicht, und das Ende ist der Teil mit der Frage.

Ein brauchbarer Test: Streich jeden Absatz einmal im Kopf. Fehlt danach etwas, bleibt er. Fehlt nichts, fliegt er raus. Viele Entwürfe werden dabei deutlich kürzer.

Auf dem Handy sieht ein Post anders aus als am Rechner. Ein Absatz, der am Bildschirm kurz aussieht, wird auf dem Telefon ungefähr doppelt so lang. Deshalb gilt für LinkedIn eine einfache Regel: kurze Absätze, ein bis drei Sätze, dazwischen eine Leerzeile. Das sorgt dafür, dass der Text auf dem kleinen Bildschirm lesbar bleibt.

Es gibt Werkzeuge, die mit Sonderzeichen fette Buchstaben nachahmen. Diese Zeichen können Vorleseprogramme nicht richtig vorlesen, und sie lassen den Text schnell nach Werbung aussehen. Wer etwas betonen will, stellt es an den Anfang eines Absatzes.

Welches Format zu welchem Inhalt passt

Das Format richtet sich nach dem Inhalt: Text für einen Gedanken, Bild für einen Beleg, Dokument für einen Ablauf in mehreren Schritten, Video für das, was man zeigen muss.

Wissen · FormateWelches Format zu welchem Inhalt passtTextFür einen Gedanken, den man in Sätzen erklären kann.BildFür eine Zahl, einen Screenshot oder ein Foto.DokumentFür Abläufe in Schritten, als PDF bis 300 Seiten.VideoFür das, was man zeigen muss, bis 15 Minuten.Grenzen laut LinkedIn-Hilfe, Stand September 2026. Ein Dokument pro Beitrag.

Text allein ist das Format für einen Gedanken, den man in Sätzen erklären kann. Er ist am schnellsten geschrieben und am leichtesten zu lesen.

Ein Bild lohnt sich, wenn es etwas belegt. Eine Zahl aus einer Auswertung, ein Ausschnitt aus einem Dokument, ein Foto aus einem Workshop. Ein Symbolbild aus einer Bilddatenbank belegt nichts und macht den Post nur länger.

Ein Dokument passt, wenn ein Ablauf in mehreren Schritten erklärt wird. Die Leser blättern Seite für Seite durch. Laut LinkedIn-Hilfe sind PDF, PowerPoint und Word möglich, bis 100 MB und 300 Seiten, und pro Beitrag geht ein Dokument (Stand September 2026). In der Praxis reichen fünf bis zehn Seiten, mit einem Satz pro Seite.

Ein Video passt, wenn man etwas zeigen muss, das sich schlecht beschreiben lässt: eine Bildschirmaufnahme, einen Handgriff, ein Gespräch. Laut LinkedIn-Hilfe sind bis zu 15 Minuten und 5 GB möglich. Für den Feed sind kurze Videos mit Untertiteln die bessere Wahl, weil im Feed manche ohne Ton scrollen.

Ob gerade ein Format besser verteilt wird als das andere, ändert sich immer wieder und lässt sich von außen nicht seriös festhalten. Wer das Format nach dem Inhalt wählt, muss dieser Frage nicht hinterherlaufen.

Warum eine echte Frage am Schluss mehr bringt als ein Aufruf zum Liken

Eine echte Frage bringt mehr, weil sie einen Grund zum Antworten gibt, und ein Kommentar ist ein Gespräch, das angefangen hat.

Eine echte Frage erkennst du an drei Dingen. Du willst die Antwort wirklich wissen. Sie lässt sich in einem Satz beantworten. Und sie hat mit dem Thema des Posts zu tun, nicht mit dem Leser im Allgemeinen.

Etwa so: "Wie viele Tage liegen bei dir zwischen Angebot und Antwort?" Das kann jeder, der Angebote schreibt, in einem Satz beantworten, und aus den Antworten lernst du etwas über deine Zielgruppe.

Schwach sind Fragen, die zu groß sind ("Was denkst du über die Zukunft des Vertriebs?"), und Fragen, die nur Zustimmung wollen ("Geht es dir auch so?"). Die erste verlangt zu viel Nachdenken, die zweite bekommt ein Ja und sonst nichts.

Ein Aufruf wie "Lass ein Like da, wenn du zustimmst" ist gar keine Frage. Er fordert eine Reaktion ohne Inhalt, und die Leser merken, dass es um die Zahl unter dem Beitrag geht.

Vor der Frage steht ein ruhiger Satz, der die Sache beim Namen nennt. Der große Schlusssatz, der nach Kalenderspruch klingt, schadet eher, weil er den Ton des ganzen Beitrags verändert. Mehr zu diesem Schluss steht im Artikel zum Personal Branding auf LinkedIn.

Was in der ersten Stunde nach dem Posten passiert

In der ersten Stunde nach dem Posten entscheidet sich mit, ob ein Beitrag weiter verteilt wird, und deshalb bleibst du in dieser Zeit erreichbar.

Ein Post geht zuerst an einen Teil deines Netzwerks. Wie viele Menschen das sind, sagt LinkedIn nicht. Beobachtbar ist, dass Kommentare in dieser frühen Phase dazu führen, dass der Beitrag mehr Menschen gezeigt wird, und dass Antworten auf diese Kommentare die Unterhaltung verlängern.

Praktisch heißt das: Poste nicht kurz vor einem Termin. Plane den Beitrag so, dass du in der Stunde danach zwei oder drei Mal nachsehen kannst. Wenn ein Kommentar kommt, antwortest du innerhalb dieser Stunde.

Die Zeit dazwischen lässt sich gut nutzen. Schreib unter zwei oder drei Beiträgen von Menschen aus deiner Zielgruppe einen eigenen Gedanken. Das bringt dir neue Leser, und es sorgt dafür, dass du ohnehin auf der Plattform bist, wenn unter deinem Beitrag etwas passiert.

Was nicht hilft, ist Hektik. Den Beitrag nach zwanzig Minuten löschen und neu einstellen, weil noch keine Reaktion da ist, bringt nichts. Einen schwachen Beitrag rettet auch keine Aktion in der ersten Stunde. Der nächste bekommt wieder eine eigene Chance.

Zu welcher Tageszeit du postest, spielt eine kleinere Rolle als die Frage, ob du danach da bist. Was eigene Zahlen dazu zeigen, steht im Artikel wann auf LinkedIn posten.

Wie du Kommentare beantwortest

Du beantwortest jeden Kommentar einzeln, mit einem eigenen Gedanken oder einer Rückfrage, und nie nur mit einem Danke.

Ein Kommentar kostet den Schreibenden Zeit und Überlegung. Wer darauf mit "Danke dir!" antwortet, beendet das Gespräch an der Stelle, an der es angefangen hat. Wer auf den Inhalt eingeht, zeigt, dass der Kommentar gelesen wurde, und gibt einen Grund, noch einmal zu antworten.

Drei Arten von Antworten funktionieren.

Die Ergänzung. Du nimmst den Punkt aus dem Kommentar auf und fügst etwas aus deiner Erfahrung hinzu. Etwa so: "Den Punkt mit dem Preis sehe ich genauso. Bei mir hat es geholfen, ihn erst nach der Frage nach dem Zeitplan zu nennen."

Die Rückfrage. Du fragst nach, wie es bei der Person aussieht. Etwa so: "Wie lange hat das bei euch gedauert, bis es sich eingespielt hatte?" Aus dieser Antwort wird am ehesten ein längeres Gespräch.

Der Widerspruch mit Begründung. Wenn du anderer Meinung bist, sag es freundlich und mit Grund. Ein sachlicher Widerspruch ist für alle Mitlesenden interessanter als Zustimmung.

Kritische Kommentare verdienen dieselbe Sorgfalt. Eine ruhige Antwort mit einem Argument zeigt allen, die mitlesen, wie du mit Widerspruch umgehst. Beleidigungen und Werbung darfst du löschen, alles andere bleibt stehen.

Manchmal beschreibt jemand im Kommentar die eigene Lage, etwa ein Problem mit Angeboten oder mit der Akquise. Das ist ein Anlass für eine persönliche Nachricht. Ein Kommentar ist ein Signal, das die Person selbst gesetzt hat, deshalb darfst du dich in der Nachricht darauf beziehen. Wie es von dort aus weitergeht, steht im Artikel zur LinkedIn-Akquise.

Worüber Berater auf LinkedIn posten können

Berater können über drei Dinge posten, die ihnen niemand nachmachen kann: Fragen aus ihren Gesprächen, Fehler aus ihrer eigenen Arbeit und Stellen, an denen sie der gängigen Meinung widersprechen.

Fragen aus Gesprächen. Jede Frage, die ein Kunde im Erstgespräch stellt, ist ein möglicher Beitrag. Wer sich nach jedem Gespräch eine Notiz macht, hat nach einem Monat eine Liste, die für Wochen reicht. Wichtig dabei: nur echte Fragen notieren und im Beitrag keine Namen nennen.

Fehler aus der eigenen Arbeit. Ein Projekt, das länger gedauert hat als geplant, ein Angebot, das abgelehnt wurde, eine Methode, die du aufgegeben hast. Solche Beiträge sind glaubwürdig, weil sie etwas kosten. Meine eigene Zahl dazu ist die aus dem Anfang: sieben Monate ohne eine Nachricht.

Widerspruch zur gängigen Meinung. Die zwei oder drei Stellen, an denen du aus Erfahrung etwas anders machst als die Lehrbücher. Daraus entsteht mit der Zeit ein Standpunkt, mit dem man dich verbindet. Wie man ihn findet und prüft, steht im Artikel zu Thought Leadership.

Was weniger bringt, sind Beiträge über allgemeine Themen wie Motivation oder Arbeitskultur. Sie können viele Reaktionen bekommen, auch von Menschen, die nie Kunden werden. Wer ein Thema hat und bei diesem Thema bleibt, wird schneller damit verbunden.

Wie du Posts vorbereitest, statt sie am selben Tag zu schreiben

Posts gelingen besser, wenn du sie in einem festen Block vorbereitest und nicht am Morgen der Veröffentlichung unter Zeitdruck schreibst.

Ein brauchbarer Rhythmus sieht so aus: einmal pro Woche eine Stunde, in der zwei bis vier Beiträge entstehen. Dazu eine laufende Liste mit Themen, in die du alles schreibst, was dir in Gesprächen auffällt. Wenn die Stunde kommt, musst du nicht nach einem Thema suchen, du wählst eins aus der Liste.

Ein Entwurf profitiert davon, wenn er eine Nacht liegt. Am nächsten Tag liest du ihn einmal laut. Jede Stelle, an der du beim Vorlesen stockst, wird umgeschrieben. Das sind dann Sätze, die zu lang sind oder nach Papier klingen.

Zur Häufigkeit: Regelmäßigkeit bringt mehr als Menge. Zwei Beiträge pro Woche über Monate sind mehr wert als zehn in einer Woche und danach eine Pause. Meine 367 Beiträge in 882 Tagen sind ungefähr jeder zweite bis dritte Tag. Das hat sich bei mir eingespielt, es ist kein Maßstab für andere.

Ein geplanter Beitrag hat noch einen Vorteil: Du kannst den Zeitpunkt so legen, dass du in der Stunde danach Zeit hast. Wer spontan postet, erwischt leicht die Zeit kurz vor dem nächsten Termin.

Links, Hashtags und Markierungen im Post

Links setzt du besser in den ersten Kommentar, Hashtags sparsam und Markierungen nur bei Menschen, die im Beitrag wirklich vorkommen.

Links. Nach allem, was von außen zu sehen ist, werden Beiträge mit Link schlechter verteilt als solche, die auf der Plattform bleiben. Wer auf einen Artikel oder eine Seite verweisen will, schreibt den Link in den ersten Kommentar und im Post einen Hinweis darauf.

Hashtags. Sie haben auf LinkedIn an Bedeutung verloren. LinkedIn hat Funktionen rund um Hashtags seit 2024 schrittweise entfernt. Was sie heute noch bringen und was stattdessen hilft, steht im Artikel zu LinkedIn-Hashtags. Kurz gesagt: Das Thema gehört in die erste Zeile, nicht in ein Zeichen am Ende.

Markierungen. Wer eine Person mit @ markiert, schickt ihr eine Benachrichtigung. Das ist in Ordnung, wenn die Person im Beitrag vorkommt, etwa weil du aus einem Gespräch mit ihr erzählst und sie zugestimmt hat. Zehn bekannte Namen unter einen Beitrag zu setzen, damit sie reagieren, fällt auf und verärgert die Markierten.

Woran du merkst, ob ein Post etwas gebracht hat

Ob ein Post etwas gebracht hat, merkst du an den Kommentaren aus deiner Zielgruppe und an den Gesprächen, die daraus entstehen, weniger an der Zahl unter dem Beitrag.

Die Zahl der Impressionen und Reaktionen sagt, wie viele Menschen den Beitrag gesehen oder angeklickt haben. Sie sagt nicht, wer diese Menschen sind. Viele Reaktionen von Kollegen aus der eigenen Branche bringen weniger als wenige Kommentare von möglichen Kunden.

Eine einfache Tabelle hilft. Für jeden Beitrag drei Spalten: Thema, wie viele Kommentare von Menschen aus der Zielgruppe kamen, und ob daraus eine Nachricht oder ein Gespräch wurde. Nach zwei Monaten siehst du, welche Themen Gespräche bringen und welche nur Reaktionen.

Die Zahl der Gespräche ist klein und ändert sich langsam. Trotzdem ist sie die einzige, die direkt mit neuen Kunden zusammenhängt. Bei mir hat es sieben Monate gedauert, bis überhaupt die erste Nachricht kam. Wer schon nach vier Wochen auswertet, kann daraus kaum etwas ablesen.

Was du beim Posten besser lässt

Fünf Gewohnheiten kosten Leser, ohne dass man es sofort merkt.

Mit einer Ankündigung anfangen. Die ersten Zeilen sind der einzige Platz, den jeder sieht. Wer dort nur ankündigt, verliert Leser, bevor der Text beginnt.

Drei Gedanken in einen Post packen. Ein Beitrag mit drei Themen bleibt bei keinem hängen, auch nicht beim Schreibenden. Zwei davon sind die nächsten beiden Beiträge.

Posten und verschwinden. Wer nach dem Veröffentlichen offline geht, lässt die ersten Kommentare stundenlang unbeantwortet. Genau in dieser Zeit wäre die Antwort am meisten wert gewesen.

Jeden Kommentar mit einem Danke beantworten. Das sieht höflich aus und beendet jedes Gespräch.

Das Angebot in jeden Beitrag schreiben. Ein Hinweis auf das eigene Angebot ist ab und zu in Ordnung. In jedem Beitrag wird er überlesen, und die Beiträge sehen aus wie Anzeigen.

Fazit

Ein LinkedIn-Post hat vor "mehr anzeigen" etwa zwei Zeilen Platz, und dort muss eine Aussage stehen, die ohne Klick verständlich ist. Die Länge folgt dem einen Gedanken, das Format folgt dem Inhalt, und am Ende steht eine Frage, die sich in einem Satz beantworten lässt. Die Arbeit danach, also erreichbar sein und Kommentare mit Inhalt beantworten, entscheidet mit darüber, ob aus einem Beitrag ein Gespräch wird. Schreiben und Nachsehen gehören deshalb zusammen.

Kurz zur Einordnung: Angaben zu Funktionen und Grenzen von LinkedIn stammen aus der LinkedIn-Hilfe, Stand September 2026. LinkedIn ändert Funktionen regelmäßig, im Zweifel gilt die Hilfe-Seite.

Häufige Fragen

Wie lang darf ein LinkedIn-Post sein?

Laut LinkedIn-Hilfe bis zu 3.000 Zeichen, Leerzeichen und Absätze eingerechnet (Stand September 2026). Wer mehr schreiben will, nutzt einen LinkedIn-Artikel. Für den Leser zählt weniger die Zeichenzahl als die Frage, ob jeder Absatz etwas Neues bringt.

Wie viel Text sieht man vor "mehr anzeigen"?

Im Feed sind etwa zwei Zeilen zu sehen, je nach Gerät und Zeilenlänge ein paar Wörter mehr oder weniger. LinkedIn nennt in der Hilfe keine feste Zeichenzahl. Deshalb gehört an den Anfang eine Aussage, die ohne Klick verständlich ist, und keine Ankündigung.

Welches Format ist auf LinkedIn am besten?

Das Format, das zum Inhalt passt. Text für einen Gedanken, ein Bild für einen Beleg, ein Dokument für einen Ablauf in Schritten, ein Video für das, was man zeigen muss. Welches Format gerade besser verteilt wird, ändert sich immer wieder und lässt sich von außen nicht seriös festhalten.

Wie groß darf ein Dokument in einem LinkedIn-Post sein?

Laut LinkedIn-Hilfe bis 100 MB und bis 300 Seiten, als PDF, PowerPoint oder Word, und pro Beitrag geht ein Dokument (Stand September 2026). In der Praxis reichen fünf bis zehn Seiten mit wenig Text pro Seite.

Was mache ich in der ersten Stunde nach dem Posten?

Erreichbar bleiben und jeden Kommentar mit einem eigenen Gedanken oder einer Rückfrage beantworten. Die Zeit dazwischen eignet sich für Kommentare unter Beiträgen von Menschen aus deiner Zielgruppe. Den Beitrag zu löschen und neu einzustellen, weil noch keine Reaktion da ist, bringt nichts.

Soll ich Links direkt in den Post schreiben?

Besser nicht. Nach allem, was von außen zu sehen ist, werden Beiträge mit Link schlechter verteilt. Der Link kommt in den ersten Kommentar, und im Post steht ein Hinweis darauf.

Wie oft sollte ich auf LinkedIn posten?

So oft, wie du es über Monate durchhältst. Zwei Beiträge pro Woche sind ein Rhythmus, der sich neben der Arbeit für Kunden halten lässt. Regelmäßigkeit bringt mehr als viele Beiträge in einer Woche und danach eine lange Pause.

Woran erkenne ich, ob ein Post gut war?

An den Kommentaren von Menschen aus deiner Zielgruppe und an den Gesprächen, die daraus entstehen. Reaktionen und Impressionen zeigen, wie viele den Beitrag gesehen haben, aber nicht, wer. Eine kleine Tabelle mit Thema, passenden Kommentaren und Gesprächen zeigt nach zwei Monaten, welche Themen etwas bringen.

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Wo hängt deine Akquise gerade?

Erzähl mir kurz, woran es hakt. Im Erstgespräch sortieren wir das gemeinsam, und du nimmst auf jeden Fall zwei, drei Impulse mit.

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