Lohnt sich LinkedIn Premium? Die Rechnung für Selbstständige
Inhalt (14 Abschnitte)
- Was ist LinkedIn Premium?
- Welche Tarife es gibt und was sie unterscheidet
- Was die kostenlose Version schon kann
- Was kostet LinkedIn Premium?
- Die Rechnung: was eine Funktion bringen muss, damit sie sich lohnt
- Profilbesucher: nützlich, wenn du danach handelst
- InMails: Nachrichten an Menschen außerhalb deines Netzwerks
- Die Suche und der Sales Navigator
- Wann sich Premium für Selbstständige lohnt
- Wann sich Premium nicht lohnt
- Wie du die Probezeit als echten Test nutzt
- Was Premium nicht ersetzt
- Fazit
- Häufige Fragen
LinkedIn blendet die Einladung zu Premium an vielen Stellen ein: neben den Profilbesuchern, bei der Suche, beim Schreiben einer Nachricht an jemanden, mit dem du nicht vernetzt bist. Die Frage, ob sich das lohnt, beantworten manche Ratgeber mit einer Liste von Funktionen.
Eine Liste von Funktionen beantwortet die Frage aber nicht. Für Selbstständige lohnt sich ein Tarif nur, wenn eine seiner Funktionen zu Gesprächen führt, die es ohne ihn nicht gegeben hätte. Das lässt sich vor dem Kauf ausrechnen, und diese Rechnung steht in diesem Artikel.
Das Wichtigste in Kürze
- Für Selbstständige kommen drei Tarife in Frage: Premium Career, Premium Business und der Sales Navigator im Tarif Core. Career ist für die Jobsuche gedacht.
- Die Unterschiede liegen vor allem bei den InMails, also Nachrichten an Menschen außerhalb deines Netzwerks, und bei der Suche.
- Premium lohnt sich, wenn eine Funktion zu zusätzlichen Gesprächen führt. Die Rechnung: Jahrespreis geteilt durch den Wert eines Gesprächs ergibt die Zahl der Gespräche, die du zusätzlich brauchst.
- Wer wenig postet, keine klare Zielgruppe hat und nicht regelmäßig Menschen anschreibt, hat von Premium kaum etwas.
- In den Tarifvergleichen steht keine Funktion, die deine Beiträge weiter verteilt.
- Die kostenlose Probezeit ist nur dann ein Test, wenn du vorher festlegst, was du messen willst.
Was ist LinkedIn Premium?
LinkedIn Premium ist der Oberbegriff für die bezahlten Tarife von LinkedIn, die zusätzliche Funktionen bei der Suche, bei Nachrichten und bei den Profilbesuchern freischalten.
Stand September 2026 nennt LinkedIn auf seinen Tarifseiten für Einzelpersonen und kleine Firmen vier Premium-Tarife: Premium Career für die Jobsuche, Premium Business für kleine Firmen, Premium All-in-One als Kombination aus Profil und Unternehmensseite und Premium Company Page nur für die Unternehmensseite. Getrennt davon gibt es den Sales Navigator, ein eigenes Werkzeug für den Vertrieb, mit dem Einstiegstarif Core.
Für Berater und Selbstständige, die über ihr eigenes Profil Kunden gewinnen, sind drei davon interessant: Premium Business, der Sales Navigator Core und, mit Einschränkung, Premium Career. Die beiden Tarife rund um die Unternehmensseite spielen nur eine Rolle, wenn du eine Firmenseite aktiv betreibst.
Alle Angaben zu Funktionen in diesem Artikel stammen aus den Tarifvergleichen auf linkedin.com, Stand September 2026. LinkedIn ändert Tarife und Funktionen regelmäßig, deshalb lohnt vor dem Kauf ein Blick auf die aktuelle Seite.
Welche Tarife es gibt und was sie unterscheidet
Die drei Tarife unterscheiden sich vor allem darin, wie viele Nachrichten du an Fremde schicken kannst und wie genau du suchen kannst.
Premium Career ist für Menschen gedacht, die eine Stelle suchen. Der Tarif zeigt, wer dein Profil in den letzten 365 Tagen angesehen hat, enthält fünf InMails im Monat, erweiterte Suchfilter, Zugang zu LinkedIn Learning und mehrere Funktionen rund um Bewerbungen. Für die Kundengewinnung ist der Großteil davon nicht gedacht.
Premium Business richtet sich laut LinkedIn an kleine Firmen. Laut Tarifvergleich enthält er 15 InMails im Monat, die bis zu drei Monate erhalten bleiben, wenn du sie nicht nutzt, dazu die Profilbesucher der letzten 365 Tage, eine Suche ohne die Grenzen des kostenlosen Kontos, Vorschläge für mögliche Kontakte, Hilfe beim Schreiben des Profiltexts und einen eigenen Knopf mit Handlungsaufforderung im Profil.
Sales Navigator Core ist ein eigenes Werkzeug neben dem normalen LinkedIn, gedacht für einzelne Verkäufer. Laut Tarifvergleich enthält er 50 InMails im Monat, mehr als 50 erweiterte Suchfilter, gespeicherte Listen von Personen und Firmen, Hinweise, wenn sich bei diesen Personen etwas ändert, und Zusammenfassungen zu Personen und Firmen.
Der Unterschied zwischen Business und Sales Navigator liegt in der Arbeitsweise. Premium Business ergänzt das normale LinkedIn um ein paar Funktionen. Der Sales Navigator ist ein eigener Arbeitsplatz, in dem du Listen führst und gezielt Menschen verfolgst, die zu deiner Zielgruppe gehören.
Was die kostenlose Version schon kann
Die kostenlose Version reicht für das meiste, was Selbstständige auf LinkedIn tun: Profil pflegen, Beiträge schreiben, kommentieren, sich vernetzen und mit Kontakten schreiben.
Alles, was mit Beiträgen und Kommentaren zu tun hat, funktioniert ohne Tarif genauso. Auch Nachrichten an Menschen, mit denen du vernetzt bist, kosten nichts. Das ist wichtig, weil Akquise auf LinkedIn gut über genau diesen Weg funktioniert: erst vernetzen, dann über Beiträge und Kommentare bekannt werden, dann schreiben.
Eingeschränkt ist das kostenlose Konto an drei Stellen. Die Liste der Profilbesucher ist laut Tarifvergleich begrenzt. Die Suche hat nur die grundlegenden Filter. Und Nachrichten an Menschen außerhalb deines Netzwerks gehen in der Regel nur über eine Vernetzungsanfrage, nicht direkt.
Ob eine dieser drei Grenzen dich im Alltag wirklich bremst, ist die eigentliche Frage vor jedem Kauf. Wer die Grenze nie erreicht, zahlt für eine Funktion, die er nicht braucht.
Was kostet LinkedIn Premium?
Die aktuellen Preise nennt LinkedIn auf den eigenen Tarifseiten, und sie richten sich nach dem Land, dem Tarif und danach, ob du monatlich oder jährlich zahlst.
In diesem Artikel stehen bewusst keine Euro-Beträge. LinkedIn zeigt die Preise je nach Land und Konto unterschiedlich an, und ein Betrag, der hier steht, wäre nach der nächsten Anpassung falsch. Für die Rechnung weiter unten brauchst du deshalb den Preis, den dir LinkedIn selbst anzeigt, wenn du eingeloggt auf die Tarifseite gehst.
Zwei Dinge lassen sich trotzdem sagen. Die jährliche Zahlung ist laut den Tarifseiten günstiger als zwölf einzelne Monate. Und LinkedIn bietet für Premium eine kostenlose Probezeit an. Wie lang sie ist und ob du sie nutzen kannst, steht in der Hilfe von LinkedIn und kommt darauf an, ob du schon einmal eine Probezeit hattest.
Für die Rechnung nimmst du immer den Jahrespreis. Auch wenn du monatlich zahlst, ist der Vergleich über zwölf Monate der ehrlichere, weil sich Gespräche aus LinkedIn über Monate entwickeln können.
Die Rechnung: was eine Funktion bringen muss, damit sie sich lohnt
Premium lohnt sich, wenn es dir mehr zusätzliche Gespräche bringt, als der Jahrespreis geteilt durch den Wert eines Gesprächs ergibt.
Die Rechnung hat vier Schritte, und du brauchst dafür nur Zahlen aus deinem eigenen Geschäft.
Schritt 1: der Jahrespreis. Den holst du von der Tarifseite von LinkedIn, für genau den Tarif, den du überlegst.
Schritt 2: der Wert eines Gesprächs. Du nimmst den durchschnittlichen Wert eines Auftrags und multiplizierst ihn mit dem Anteil der Gespräche, aus denen ein Auftrag wird. Mit Beispielzahlen: Ein Auftrag bringt dir im Schnitt 6.000 Euro, und aus jedem fünften Erstgespräch wird ein Auftrag. Dann ist ein Erstgespräch im Schnitt 1.200 Euro wert.
Schritt 3: teilen. Du teilst den Jahrespreis durch den Wert eines Gesprächs. Das Ergebnis, aufgerundet, ist die Zahl der Gespräche, die der Tarif im Jahr zusätzlich bringen muss, damit er sich bezahlt macht. Als Rechenbeispiel mit den Zahlen aus Schritt 2: Liegt der Jahrespreis bei höchstens 1.200 Euro, reicht ein zusätzliches Erstgespräch im Jahr. Liegt er zwischen 1.200 und 2.400 Euro, müssen es zwei sein. Das sind Beispielzahlen, keine Preise von LinkedIn. Einsetzen musst du den Preis aus Schritt 1.
Schritt 4: ehrlich prüfen. Jetzt kommt die eigentliche Frage. Ist es realistisch, dass genau diese Funktion so viele Gespräche bringt, die du ohne sie nicht geführt hättest? Wichtig ist das Wort zusätzlich. Ein Gespräch mit jemandem, den du auch über eine normale Vernetzung erreicht hättest, zählt nicht.
Die Rechnung hat eine Schwäche, und die solltest du kennen. Sie zählt nur den Umsatz, nicht die Zeit. Ein Tarif, der Gespräche bringt, aber jede Woche Stunden für Listen und Nachrichten verlangt, kostet mehr als sein Preis. Wie du den Aufwand für einen neuen Kunden insgesamt ausrechnest, steht im Artikel Akquisekosten berechnen.
Wenn du den Wert eines Gesprächs nicht kennst, ist das der erste Befund. Dann ist es zu früh für jede bezahlte Funktion, weil du nicht messen kannst, ob sie etwas bringt.
Profilbesucher: nützlich, wenn du danach handelst
Die Liste der Profilbesucher ist nur dann etwas wert, wenn du aus ihr regelmäßig etwas machst, etwa einen passenden Kontakt anschreibst.
Die Liste nur anzusehen und wieder zu schließen, bringt noch keinen Kontakt. Einen Wert hat die Liste erst, wenn aus einem Namen darauf eine Handlung folgt.
Ein einzelner Profilbesuch ist dafür allerdings ein schwacher Anlass. Er kann nur ein paar Sekunden gedauert haben, und wer darauf mit einer Nachricht reagiert, sieht schnell aus wie jemand, der beobachtet hat. Brauchbarer ist die Regel, erst beim zweiten Kontakt innerhalb von etwa zwei Wochen zu schreiben, etwa wenn dieselbe Person auch auf einen Beitrag reagiert hat. Wie das im Einzelnen abläuft, steht im Artikel über die Akquise über LinkedIn.
Für die Rechnung heißt das: Die Liste lohnt sich, wenn darauf regelmäßig Menschen aus deiner Zielgruppe auftauchen, die du sonst nicht bemerkt hättest. Wenn dort vor allem Kollegen, Bewerber und Anbieter stehen, bringt die längere Liste wenig.
InMails: Nachrichten an Menschen außerhalb deines Netzwerks
InMails sind Nachrichten an Menschen, mit denen du nicht vernetzt bist, und sie lohnen sich nur, wenn eine Vernetzungsanfrage für diese Person der schlechtere Weg ist.
Premium Business enthält laut Tarifvergleich 15 InMails im Monat, der Sales Navigator Core 50. Das klingt nach viel. Entscheidend ist aber, dass es für viele Personen einen kostenlosen Weg gibt: die Vernetzungsanfrage, danach Kommentare unter ihren Beiträgen, danach eine Nachricht. Dieser Weg dauert länger und endet mit einer Nachricht an jemanden, der deinen Namen schon kennt.
Eine InMail ist eine kalte Nachricht. Sie kommt von jemandem, den die Person nicht kennt, und sie wird entsprechend gelesen. Für eine InMail gilt deshalb dieselbe Probe wie für jede erste Nachricht: Könntest du sie an fünfzig Leute schicken, ohne ein Wort zu ändern? Wenn ja, bringt sie nichts, egal über welchen Kanal.
Sinnvoll ist die InMail in wenigen Fällen. Wenn jemand keine Vernetzungsanfragen annimmt, wenn ein konkreter Anlass keine Wochen warten kann, oder wenn es um eine Person geht, die sehr gut passt und wenig auf LinkedIn aktiv ist. Wann eine Vernetzungsanfrage passt und wann das Folgen, steht im Artikel über das Vernetzen auf LinkedIn.
Die Suche und der Sales Navigator
Die erweiterte Suche lohnt sich, wenn deine Zielgruppe größer ist als dein Netzwerk und du sie gezielt nach Merkmalen wie Branche, Größe oder Rolle eingrenzen willst.
Die kostenlose Suche hat laut Tarifvergleich nur die grundlegenden Filter. Premium Business hebt die Grenzen der Suche auf, und der Sales Navigator bietet mehr als 50 Filter.
Das ist nützlich, wenn du eine klar beschriebene Zielgruppe hast. Wer weiß, dass er Geschäftsführungen von Planungsbüros mit zehn bis fünfzig Mitarbeitenden im Süden Deutschlands sucht, findet sie im Sales Navigator deutlich schneller. Wer diese Beschreibung nicht hat, bekommt mit mehr Filtern nur mehr Treffer, und die helfen nicht weiter.
Der zweite Vorteil des Sales Navigator sind die Listen. Du speicherst Personen und Firmen und bekommst Hinweise, wenn sich dort etwas ändert, etwa ein Wechsel der Stelle oder ein neuer Beitrag. Das ersetzt die Tabelle, in der du sonst von Hand notierst, was sich bei deinen Wunschkontakten tut.
Für Selbstständige kann der Sales Navigator mehr Werkzeug sein, als sie brauchen. Er lohnt sich, wenn du regelmäßig neue Menschen aus einer genau beschriebenen Gruppe ansprichst und dafür jede Woche feste Zeit hast.
Wann sich Premium für Selbstständige lohnt
Premium lohnt sich für Selbstständige, wenn drei Dinge zusammenkommen: eine genau beschriebene Zielgruppe, regelmäßige Arbeit auf LinkedIn und eine Grenze des kostenlosen Kontos, die dich dabei wirklich bremst.
Die Zielgruppe ist beschrieben. Du kannst in einem Satz sagen, wen du suchst, mit Branche, Größe und Rolle. Ohne diese Beschreibung bringen Suchfilter nur mehr Namen, keine passenderen.
Du arbeitest regelmäßig. Du schreibst jede Woche Menschen an, kommentierst und veröffentlichst Beiträge. Premium verstärkt, was du ohnehin tust. Es ersetzt nicht die Arbeit selbst.
Eine Grenze bremst dich. Du stößt an die Grenze der Suche, du willst Menschen erreichen, die keine Vernetzungen annehmen, oder du verlierst den Überblick über die Menschen, die du verfolgst. Wenn keiner dieser Punkte zutrifft, hast du im Moment keinen Grund für einen Tarif.
Wenn alle drei Bedingungen erfüllt sind, also Zielgruppe, regelmäßige Arbeit und eine Grenze, die dich bremst, ist die Rechnung aus dem Abschnitt oben der letzte Schritt. Je höher dein Auftragswert, desto weniger zusätzliche Gespräche braucht es, damit sich ein Tarif bezahlt macht. Bei einem niedrigen Auftragswert kann die nötige Zahl so hoch werden, dass sie mit keinem Tarif erreichbar ist.
Wann sich Premium nicht lohnt
Premium lohnt sich nicht, wenn du wenig auf LinkedIn tust, keine klare Zielgruppe hast oder hoffst, dass ein Tarif deine Beiträge weiter verteilt oder ein unklares Profil ausgleicht.
Wenig Aktivität. Wer einmal im Monat postet und selten schreibt, nutzt die Funktionen kaum. Die InMails verfallen, die Liste der Profilbesucher bleibt ungelesen.
Keine Zielgruppe. Mehr Suchfilter helfen nur, wenn du weißt, wonach du filterst.
Die Hoffnung auf Reichweite. In den Tarifvergleichen steht keine Funktion, die Beiträge weiter verteilt. Wie Beiträge tatsächlich verteilt werden und was du dabei selbst steuerst, steht im Artikel über den LinkedIn-Algorithmus.
Premium als Ersatz für ein gutes Profil. Ein goldenes Symbol am Profil macht aus einer unklaren Zeile unter dem Namen keine klare. Wer auf dein Profil kommt, will in wenigen Sekunden sehen, für wen du was tust.
In diesen Fällen ist die Zeit, die du mit dem Tarif verbringen würdest, besser im Profil, in den Beiträgen und in den Kommentaren unter Beiträgen deiner Zielgruppe angelegt. Das kostet nichts und ist die Grundlage, auf der jeder Tarif erst etwas bringt.
Wie du die Probezeit als echten Test nutzt
Die Probezeit ist nur dann ein Test, wenn du vorher festlegst, welche Funktion du prüfst, was du damit tust und woran du den Erfolg misst.
Ohne Plan kann eine Probezeit so ablaufen: Man schaut sich die Profilbesucher an, probiert ein paar Filter aus, schickt zwei InMails und vergisst dann, rechtzeitig zu kündigen. Danach weiß man nichts, was man vorher nicht wusste.
Ein brauchbarer Test hat vier Teile:
- Eine Funktion. Du entscheidest dich für die eine Funktion, von der du dir am meisten versprichst, etwa die Suche oder die InMails.
- Eine feste Handlung. Du legst fest, was du damit jede Woche tust, zum Beispiel zehn passende Personen suchen und drei davon anschreiben.
- Eine Zahl. Du zählst, wie viele Antworten und Gespräche daraus entstehen, die ohne die Funktion nicht entstanden wären.
- Ein Termin. Du legst dir einen Tag vor dem Ende der Probezeit einen Termin in den Kalender, an dem du die Zahl ansiehst und entscheidest.
Eine Probezeit ist kurz, und Gespräche aus LinkedIn können länger brauchen. Deshalb zählen in dieser Zeit schon die Antworten, nicht erst die Aufträge. Wenn in der Probezeit keine einzige brauchbare Antwort auf eine InMail kommt, wird sich das mit einem bezahlten Tarif kaum ändern.
Was Premium nicht ersetzt
Premium ersetzt weder ein Profil, das sagt, für wen du arbeitest, noch Beiträge, die deine Zielgruppe betreffen, noch die Geduld, die Akquise auf LinkedIn braucht.
Anfragen über LinkedIn können durch Wiedererkennung entstehen: Jemand hat über Monate deine Beiträge gelesen und denkt an dich, wenn eine passende Frage auftaucht. Dafür braucht es kein Abo. Aus eigener Erfahrung: Jede Kundenanfrage kommt heute über LinkedIn, und davor standen sieben Monate, in denen ich gepostet habe und keine einzige Nachricht kam.
Ein Tarif kann diesen Weg an einzelnen Stellen abkürzen, etwa beim Finden der richtigen Personen oder beim Überblick über laufende Kontakte. Beiträge schreiben und Gespräche führen musst du trotzdem selbst.
Fazit
Ob sich LinkedIn Premium lohnt, entscheidet sich an einer Frage: Führt eine der Funktionen zu Gesprächen, die es sonst nicht gegeben hätte? Die Rechnung dafür ist einfach: Jahrespreis geteilt durch den Wert eines Gesprächs ergibt die Zahl der Gespräche, die der Tarif zusätzlich bringen muss. Wer keine klare Zielgruppe hat und wenig auf LinkedIn tut, hat von keinem Tarif viel. Wer beides hat, kann es in der Probezeit mit einer festen Handlung und einer Zahl prüfen.
Kurz zur Einordnung: Angaben zu Funktionen und Grenzen von LinkedIn stammen aus den Tarifvergleichen und der Hilfe von LinkedIn, Stand September 2026. LinkedIn ändert Funktionen regelmäßig, im Zweifel gilt die Hilfe-Seite.
Häufige Fragen
Lohnt sich LinkedIn Premium für Selbstständige?
Nur, wenn eine Funktion zu Gesprächen führt, die du ohne sie nicht geführt hättest. Das setzt eine klar beschriebene Zielgruppe und regelmäßige Arbeit auf LinkedIn voraus. Rechne vorher aus, wie viele zusätzliche Gespräche der Tarif im Jahr bringen muss: Jahrespreis geteilt durch den Wert eines Gesprächs.
Welche LinkedIn-Premium-Tarife gibt es?
Stand September 2026 nennt LinkedIn Premium Career, Premium Business, Premium All-in-One und Premium Company Page. Getrennt davon gibt es den Sales Navigator mit dem Einstiegstarif Core. Für Selbstständige sind vor allem Premium Business und Sales Navigator Core interessant.
Was kostet LinkedIn Premium?
Die aktuellen Preise stehen auf den Tarifseiten von LinkedIn und richten sich nach Land, Tarif und Zahlweise. Die jährliche Zahlung ist laut LinkedIn günstiger als zwölf einzelne Monate. Für die Rechnung nimmst du den Preis, den LinkedIn dir eingeloggt anzeigt.
Was ist der Unterschied zwischen Premium Business und Sales Navigator?
Premium Business ergänzt das normale LinkedIn um Funktionen wie 15 InMails im Monat, die Profilbesucher der letzten 365 Tage und eine unbegrenzte Suche. Der Sales Navigator ist ein eigener Arbeitsplatz mit mehr als 50 Suchfiltern, gespeicherten Listen und 50 InMails im Monat. Stand: September 2026.
Bekomme ich mit Premium mehr Reichweite?
In den Tarifvergleichen von LinkedIn steht keine Funktion, die Beiträge weiter verteilt. Wie weit ein Beitrag kommt, entscheiden deine Leser mit ihren Reaktionen.
Brauche ich InMails für die Akquise?
Nicht unbedingt. Für viele Personen gibt es den kostenlosen Weg über Vernetzung, Kommentare und eine spätere Nachricht. InMails sind sinnvoll, wenn jemand keine Vernetzungen annimmt oder ein Anlass nicht warten kann.
Wie teste ich Premium, bevor ich zahle?
Mit der kostenlosen Probezeit, wenn sie dir angeboten wird. Leg vorher eine Funktion, eine feste Handlung pro Woche und eine Zahl fest, die du zählst. Einen Tag vor dem Ende entscheidest du anhand dieser Zahl.
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Wo kommst du bei der Akquise gerade nicht weiter?
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